Fack Juh Figaro

Was hat das Theaterstück „Die Hochzeit des Figaro“ aus dem Jahre 1778 mit unserer heutigen politischen Situation und Gesellschaft zu tun?
Rein gar nichts, deswegen ist es auch das Thema des neuen Theaterstückes des Jugend-Sozialprojekts „The Next Generation“ Bremen. Politik, Abneigung, Missgunst und Hass prägen momentan unseren Umgang miteinander und man schafft es nicht einmal in Ruhe auf Toilette zu gehen, ohne dass ein neuer Tweet-Storm unser Smartphone erreicht und man zum 173x den Glauben an die Menschheit verliert.
In all dem Tumult der Politisierung des Alltags sehnt sich jeder von uns nach etwas Frischem, etwas politisch Unbeflecktem mit Niveau und mit Humor. Jedenfalls tun wir das mit jeder Faser unseres Körpers und jedem Medienzyklus zunehmend stärker.

Fack Juh Figaro ist ein ausnahmslos von den Teilnehmenden des Jugend-Sozialprojekts „The Next Generation“ Bremen inszeniertes Theaterstück und ein Remake der Komödie „Die Hochzeit des Figaro“ von Pierre Beaumarchais aus dem Jahre 1778.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Rezeptionist Figaro und seine Verlobte Estelle, ein junges Paar welches in ein paar Tagen schon heiraten soll. Estelle wird jedoch immer wieder von dem ebenso zurückhaltenden wie bodenständigen Hotelbesitzer Robert angeflirtet. Robert ist nebenbei schon seit über 10 Jahren mit seiner Ehefrau Carmen liiert, die ihre Chance wittert, aus den Versuchen ihres Ehemanns fremdzugehen und größtmöglichen Profit aus dem Ehevertrag zu schlagen.
Doch nicht nur das, Roxanne aus Zimmer 217 meldet nach einer nicht beglichenen Geldschuld von vor 5 Jahren ein Vorrecht auf eine Ehe mit Figaro an und versucht sich zwischen das verliebte Paar zu stellen. Um dem ganzen Tohuwabohu noch eine Krone aufzusetzen kriegen die Head of Housekeeping Sarah und der Page Pietro auch noch einen Sohn Namens Alessio, und jeder fragt sich: Geht es ihm gut?