TNG

Der leise Sturm

 

Es geht ein Sturm durch Deutschland. Er ist leise, aber heftig. Radikalismus macht sich breit. Doch wie entsteht rechtsradikales Gedankengut? Welchen Ursprung haben linksradikale Strömungen? Und was bringt die graue Masse überhaupt dazu, sich für oder gegen etwas zu entscheiden oder zu erstarren? Das neue Theaterstück „Der leise Sturm“ ist eine gemeinsame Produktion des Jugendtheaterensembles The Next Generation und Face to Face. Alle Lieder, Tänze und Dialoge des Stücks wurden von den Schauspielerinnen und Schauspielern selbst entwickelt. Das Ensemble setzt sich aus Migrant*innen und gebürtigen Bremer*innen zusammen und wird einem Quintett aus Syrien aus dem Projekt Face to Face begleitet.

Fack Juh Figaro (20.06.2019)

 

Was hat das Theaterstück „Die Hochzeit des Figaro“ aus dem Jahre 1778 mit unserer heutigen politischen Situation und Gesellschaft zu tun? Rein gar nichts, deswegen ist es auch das Thema des neuen Theaterstückes des Jugend-Sozialprojekts „The Next Generation“ Bremen. Politik, Abneigung, Missgunst und Hass prägen momentan unseren Umgang miteinander und man schafft es nicht einmal in Ruhe auf Toilette zu gehen, ohne dass ein neuer Tweet-Storm unser Smartphone erreicht und man zum 173x den Glauben an die Menschheit verliert. In all dem Tumult der Politisierung des Alltags sehnt sich jeder von uns nach etwas Frischem, etwas politisch Unbeflecktem mit Niveau und mit Humor. Jedenfalls tun wir das mit jeder Faser unseres Körpers und jedem Medienzyklus zunehmend stärker.

 

Fack Juh Figaro ist ein ausnahmslos von den Teilnehmenden des Jugend-Sozialprojekts „The Next Generation“ Bremen inszeniertes Theaterstück und ein Remake der Komödie „Die Hochzeit des Figaro“ von Pierre Beaumarchais aus dem Jahre 1778. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Rezeptionist Figaro und seine Verlobte Estelle, ein junges Paar welches in ein paar Tagen schon heiraten soll. Estelle wird jedoch immer wieder von dem ebenso zurückhaltenden wie bodenständigen Hotelbesitzer Robert angeflirtet. Robert ist nebenbei schon seit über 10 Jahren mit seiner Ehefrau Carmen liiert, die ihre Chance wittert, aus den Versuchen ihres Ehemanns fremdzugehen und größtmöglichen Profit aus dem Ehevertrag zu schlagen. Doch nicht nur das, Roxanne aus Zimmer 217 meldet nach einer nicht beglichenen Geldschuld von vor 5 Jahren ein Vorrecht auf eine Ehe mit Figaro an und versucht sich zwischen das verliebte Paar zu stellen. Um dem ganzen Tohuwabohu noch eine Krone aufzusetzen kriegen die Head of Housekeeping Sarah und der Page Pietro auch noch einen Sohn Namens Alessio, und jeder fragt sich: Geht es ihm gut?

Ménage à trois (14.05.2019)

 

Wir schreiben das Jahr 2019. Wie sieht unsere Gesellschaft aus? Was können wir Menschen – Wer sind wir? Wohin gehen wir? Was wollen wir wirklich? Mit all diesen Fragen beschäftigten wir uns in verschiedenen Theater-, Tanz- und Musikwerkstätten. Menschen zwischen 12-54 Jahren, Bremer*Innen und Neubremer*Innen; Mit und ohne Behinderungen; Mit und ohne Fluchterfahrungen. Akteur*Innen machen sich auf die Suche nach Antworten; mittels aller Techniken der Theaterkunst.

Zeitplan:
15 – 17 Uhr: Präsentationen von Szenen, Kurzfilmen, Tänze und Kunstwerken aus dem Projekt „Face to Face“- Theater der Ressourcen- WERTvolle Geschichten. Das Projekt wird durch den Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen aus Mitteln des ESF-Fonds und des Landes Bremen gefördert.

 


17 – 18 Uhr: Bühnenstück: „Das sind wir“ Inklusions-Theater. Was wir sind, wer wir sind und was uns ausmacht. Nach dem Motto: Dem Leben die Menschlichkeit durch Tanz und Theater zu zeigen!


19:30 – 21:30 Uhr: The Next Generation „Ménage à trois

 

Ménage à trois von The Next Generation Bremen ist inszeniert und geschrieben von Geflüchteten und Bremer*Innen. Die Grundidee war die Verknüpfung von Remakes der Märchen und Mythen aus dem Orient und dem Okzident.  Zuerst schickt sie Gretel mit ihrem Bruder Hänsel ins 21. Jahrhundert, jedoch leider nicht zu fürsorglicheren Eltern. In einem dichten Wald voller Lügen und falschen Hoffnungen werden die beiden von der Stiefmutter auf das Internat geschickt. Mit der Hoffnung auf Veränderung kommen sie dort an. Mit der Ankunft scheint alle Not ein Ende zu haben. Die Lehrerin Frau Witch empfängt die beiden mit dem Gefühl eine Heimat gefunden zu haben. Doch die Glückseligkeit trügt nur und es wird ein Höllenritt. Themis ist unzufrieden mit der Ausgang der Neuinterpretation und versetzt sich in die nächste Person.

 

Diesmal in Lali. Sie reist in den Orient und glaubt für ihre Welt sei die Liebe die Lösung aller Probleme. Doch diese ist der Beginn einer unglücklichen Geschichte. Lali wird von ihren Eltern gezwungen Qais zu heiraten, ein 16 jähriges Mädchen voller Träume. Qais ist jedoch verliebt in Medschnun. Nicht nur Leila steht den beiden im Weg, sondern auch die Gesellschaft. In ihrem Land sind homosexuelle Beziehungen verboten.

327 VAHRenheit

 

Wir schreiben das Jahr 20327. Die Menschen existieren nur noch und werden schon lange vom System abhängig und unmündig gehalten. Interaktive Veranstaltungen, Videowände und andere Ablenkungen sorgen dabei für eine ständige Geräuschkulisse und absolute Bilderflut – und verhindern so das selbstständige Denken. Das nämlich gilt als gefährlich: Es führe zu antisozialem Verhalten und zur Destabilisierung der Gesellschaft. Auch Bücher, Wissen, Liebe und alles früher einmal menschliche ist, als Hauptgrund für nicht-systemkonformes Verhalten, verboten. Der Besitz solcher Dinge und das Fühlen von Emotionen werden bestraft – teilweise per Elektroschock, die durch Implantate ausgelöst werden. Die Jugendtheatergruppe „The Next Generation“ zeichnet eine düstere Zukunftsvision. Nach dem Auftritt gab es eine Gruppendiskussion mit dem Publikum. Thema war zum einen das Stück zum anderen, luden wir die Zuschauer ein, das Ende mit zu bestimmen. 

 

Die Auftritte waren am 15. Juni 2018 im BZ Vahr (Teil 1Teil 2, Teil 3), am 04. September 2018 in der Schwankhalle Bremen als Gastspiel für das Festival Sehnsucht Europa und am 19. Oktober 2018 im Schlachthof Bremen. 

Klartext (26.10.2017)

 

“Klartext! Die Talkshow” Von “The Next Generation” Projekt Vahrum Dagegen? Dafür? Egal,…

“Klartext! Die Talkshow”
Von “The Next Generation”
Projekt Vahrum

Dagegen? Dafür? Egal, es wird Klartext gesprochen.

 

In dieser Talkshow kommt es auch vor, dass die Meinung über sexistisches Verhalten in einer Tanzchoreografie gezeigt wird. Eine neue Inszenierung von “The Next Generation”, die mit brisanten Themen jongliert! Warum denken Alle, dass ich gleich ein Sexualtäter bin? Nur weil ich ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling bin? Im Programm sind auch neue selbstgeschriebene Songs und Kompositionen. Eine junge Frau klagt die Gesellschaft an: Warum verdiene ich als Frau weniger als meinen männlichen Kollegen?! Und überall auf der Welt gibt es Diskrimierungen! Junge Menschen aus Bremen und aller Welt treffen sich in dieser Talkshow, setzen sich mit aktuellen Themen auseinander, tanzen, singen und spielen Szenen aus dem Alltag.

Fluchtgedanke (03.11.2015 – 04.11.2015)

 

In Deutschland bricht Krieg aus und Frau Meyerdirks strandet in Guinea. Sie verlangt Asyl! Die Tochter des Beiratsvorsitzenden könnte sich in einen Syrer mit Vollbart verlieben. Ein kleines Mädchen verliert ihr Zuhause und tanz um ihr Leben.

Eine Collage aus erzwungenen oder freiwilligen Fluchtgeschichten, die sowohl in Szenen, als auch in Tanz und Liedern dargestellt werden. Eines wird versprochen: Das Stück ist politisch unkorrekt und spielt mit all den Vorurteilen, die in unseren Köpfen herumschwirren. In unseren Produktionen greifen wir Themen auf, die junge Leute beschäftigen: Religion zum Beispiel, die Suche nach Herkunft und Identität, Liebe, Homosexualität im Islam, Zukunftsängste oder auch die Frage nach dem Sinn des Lebens. Es geht um Abschied, Neuanfang, Ängste und Hoffnungen, um Krieg und Vertreibung, Tod und Liebe. Theaterszenen, Tanzperformance, Filmsequenzen, Songs. Und alles ist selbst gemacht. Wir laden euch und Sie also herzlich dazu ein, Frau Meyerdirks in Ihre Alpträume zu begleiten und Zeugen von Liebesgeschichten zu werden, die keine Grenzen kennen. Dazu, die eigene Komfortzone zu verlassen, um durch Tanz, Gesang und Schauspiel einen Einblick in ganz persönliche Fluchtgedanken zu bekommen. Und sie sich vielleicht selber zu machen . . .

Gesucht: der Masterplan fürs Leben
ANGELA SEEGERS (23.10.2014)

 

Eine neue Theater-Musik-Tanz Produktion von der Gruppe „The Next Generation“. In diesem Stück geht es um Träume von jungen Menschen, die mit verschiedenen Theater-, Tanz- und Musikformaten dargestellt werden. Die Akteure sind zwischen 14-25 Jahren alt und haben ihren Ursprung aus aller Welt! Teilweise hier geboren und teilweise als Flüchtling seit 5 Monaten in Deutschland. Eins ist klar, egal, wo man her kommt, die Zukunftsträume sind sich sehr ähnlich.

 

PRESSE

Flüchtlinge und Jugendliche aus der Vahr berühren das Publikum mit selbst erarbeiteter Performance
Gesucht: der Masterplan fürs Leben
ANGELA SEEGERS 23.10.2014

 

Das Jugendtheaterensemble „The next Generation“ ist ein einmaliges Projekt von jungen unbegleiteten Flüchtlingen unterschiedlicher Herkunft und Religion und deutschen Jugendlichen. In einer selbst erarbeiteten Performance aus Schauspiel, Tanz und Gesang gehen sie der Frage nach dem Sinn des Lebens nach – unter Berücksichtigung ihrer eigenen Geschichte. Gefühle wie Hoffnung und Liebe machen das Leben lebenswert, soll diese Szene des Projekts „The next Generation“ zeigen. (Petra Stubbe)
Es dauert nicht mehr lange bis sich der Premierenvorhang hebt. Alle sind aufgeregt, auch Saher Khanaqa-Kükelhahn, Diplom-Psychologin und Leiterin des Projektes und anderer Präventionsprojekte seit 20 Jahren. Das Jugendtheaterensemble„The next Generation“ gibt es seit fünf Jahren, erzählt sie. „Die 26 Jugendlichen haben zum aktuellen Stück ,Masterplan’ alles selbst erarbeitet, den Titel, die Songs, die Tanzperformances, die Texte.“ Sie ist sichtlich stolz auf ihre Gruppe und das merkt man ihr an, wenn sie warmherzig in die Runde guckt und jedem ein Toi, toi, toi mit auf den Weg gibt. Dass der Fernseher im Foyer seinen Geist aufgegeben hat erwähnt sie auch noch schnell im Interview. Aber so ist das halt beim Theater. In unterschiedlichen Räumen in der Neuen Vahr, Tenever und im Ostertor haben die Bühnen-Teams das vergangene halbe Jahr einmal wöchentlich geprobt. Die Songs wurden gemeinsam mit Bruz, Jaz und Ceren als Coaches einstudiert. Die Tanzperformances wurden professionell durch Daniel Kreth und Swetlana Steding unterstützt und am Klavier begleitete Bettina Fischer. Einmal pro Monat waren gemeinsame Proben im Bürgerzentrum Neue Vahr.

Zwei Wissenschaftler wollen den perfekten Menschen kreieren – und scheitern. (Petra Stubbe)

Die 22-jährige Helai Orya aus Huchting stammt aus Afghanistan, wurde in Georgien auf der Flucht geboren und lebt jetzt in Bremen. Sie hat das Abitur mit 1,6 bestanden und ist nahtlos ins Jura-Studium gewechselt. Sie erzählt, dass sie schon lange bei der Gruppe ist, aber heute nur eine kleine Rolle spielt. Sie dolmetscht für Rama (16), die vor vier Monaten aus Syriengekommen ist und in einem Flüchtlingsheim in Sebaldsbrück lebt.

Sprachbarriere ein großes Problem
Tanzlehrerin Swetlana Steding (links) und Projektleiterin Saher Khanaqa-Kükelhahn. (Petra Stubbe)

„Die Sprachbarriere ist ein großes Problem für Migranten, weil sie sich nicht verständlich machen können. Anderes Schriftsystem, fehlender Schulbesuch, aus welchen Gründen auch immer, machen die Situation nicht einfacher“, sagt Helai Orya. Dem stimmt die in Kattenturm lebende Inez Klimczak (17) aus Polen sofort zu. Abitur, Studium – für sie selbstverständlich. Sie erzählt, dass sie aus einem anderen Projekt einen Migranten kennt, der gern Wirtschaftswissenschaften studieren möchte und an der Sprachbarriere scheitert, er möchte aber alles versuchen. Das Publikum verstummt, der Saal wird abgedunkelt und es ertönt der Eröffnungssong, der eine Reise ins Ungewisse ankündigt. Jugendliche aus Afrika, Irak und Syrien treten auf, stellen sich in ihren Landessprachen vor und nehmen vor der Bühne Platz, auf der hinter einem durchsichtigen weißen Tüll Gesichter erscheinen, die von Taschenlampen angestrahlt, mystisch und auf wundersame Weise entrückt erscheinen. Das düstere Zukunftsszenario „Masterplan“ nimmt seinen Lauf – Traum und Realität. Es treten zwei weiß gekleidete Jugendliche auf, die unschwer als Wissenschaftler zu erkennen sind, die arrogant über lebens- oder lebensunwertes Leben schwadronieren, in der Form „wir erschaffen eine Elite“. Ihre Vorstellung, den perfekten Menschen zu kreieren, nimmt völlig von ihnen Besitz und sie versprechen Fähigkeiten auf Bestellung. Gegen Bares natürlich. Alle Wünsche sollen innerhalb von sechs Tagen erfüllt werden: Geschlecht, Haarfarbe, Augenfarbe, Körpergröße, sogar geistiges Potenzial ihrer Kinder. Die Generation der so entstehenden Super-Menschen scheint perfekt. Die Selbstmordrate ist allerdings erschreckend hoch. Denn der perfekte Mensch hat keine Träume und Hoffnungen. Also wird versucht, diesen Makel anhand von „minderwertigem Material“, wie sie Menschen aus Drittweltländern nennen, zu beheben, indem sie ihnen die Träume herausoperieren und sie ihren Eliten einpflanzen. Das wissenschaftliche Projekt scheitert, weil die gezüchtete Elite-Generation ihre Gleichgültigkeit und Apathie überwindet. Unnormierte Menschen zeigen ihnen Gefühle wie Liebe und Vertrauen und lassen sie den Reichtum des Lebens mit Träumen und Hoffnungen erkennen. Denn ohne Träume und Hoffnungen lohnt das Leben nicht.

Fließende Übergänge

Die Übergänge zwischen Schauspiel, Songs und Tänzen gestalten sich fließend, harmonisch, ästhetisch. Orientalischer Tanz in großer Robe besteht neben abstrakter Choreografie, einzeln oder in Gruppen, rote und irisierende Lichteffekte untermalen das Szenario. Der letzte Song, vorgetragen wie ein Fado und an Traurigkeit nicht zu überbieten, handelt von dem verlorenen Sohn im fernen Land. „Über 5000 unbegleitete Flüchtlinge sind in Deutschland unterwegs. Gebt ihnen etwas ab vom Reichtum und eine Heimat“.

Die 150 Zuschauer sind tief berührt, man könnte eine Stecknadel fallen hören. Dann löst sich die Starre, als die Darsteller auf der Bühne stehen und sich zusammen mit ihren Coaches verbeugen. Frenetischer Applaus und Bravo-Rufe erfüllen den Raum. Regisseurin Saher Khanaqa-Kükelhahn bekommt von ihrer Truppe einen riesigen Blumenstrauß und bedankt sich bei jedem Einzelnen für die großartige Leistung. Bernd Siegel, Beiratssprecher der Neuen Vahr, sagt zum Abschluss: „Grandios, ich bin froh, gekommen zu sein“

Unser Auftritt wurde am 17. Oktober 2014 von Rolf Diehl im Bürgerzentrum Vahr aufgenommen. Ein großes Dankeschön an Rolf Diehl und viel Spaß beim angucken

Let´s talk! (Di 20.05.2014)

Um 19.30 Uhr / Kulturzentrum Schlachthof / Kesselhalle / Jugendtheater

 

Eine Produktion von der Theatergruppe: „The next Generation“
Homo und Moslem! Geht das? Kanaken sollen sich benehmen! Warum das?
Vegan leben! Was ist das? Selbstjustiz? Lass das? Grenzenlos erreichbar? 
Komasaufen!? Lieben, ohne Verstand!? Was geht ab?
Vallah, lass mal reden!
Eine Talkshow über Alles, was Dein Leben ausmacht?
Komm und schau! Es wird nicht nur geredet!
Tabus brechen – Grenzen überschreiten
Theater- Musik -Tanz- Show!
„“Schlachthof/ Kesselhalle

 

 

In diesem Stück „Let’s talk“ geht es um inszenierte Talkshows, bei dem auch gesungen und getanzt wird. Alles Stücke, Lieder usw. Sind selbst geschrieben und entwickelt. Die Themen, die vorkommen sind: Homosexualität in der türkischen Kultur, Grenzenlose Erreichbarkeit über Smartphone, Komasaufen, Tierquälerei, Selbstjustiz, Bedingungslose Liebe und Integrierbarkeit von Migranten. Es wurden zu dem Themen einzelne Lieder oder Szenen oder Tänze entwickelt. z.B. Grenzenlose Erreichbarkeit über Smartphone wird als Tanzstück gezeigt.

 

„The Next Generation“ begeistert ihr Publikum im Schlachthof mit Bühnenkunst und aktuellen Themen

Über Gott und die Welt

Anke Velten 30.05.2014

 

Komasaufen und „Train-Hopping“, Selbstjustiz und Rassismus, Cybermobbing und Mediensucht, Homosexualität und andere religiöse Tabus, Leben und Tod: Die Inszenierung im Kulturzentrum Schlachthof ließ fast keines der Themen aus, die junge Menschen beschäftigen und über die man ruhig einmal reden sollte. „Let’s Talk“ nannte sich schließlich auch das Stück. Und Gesprächsstoff hat „The Next Generation“ mehr als genug gegeben. Junge Menschen aus der ganzen Stadt machen beim Stück „Let’s Talk“ mit. (Roland Scheitz) „Let’s Talk“ war auch der Name der Talkshow, die nicht nur das fiktive Publikum, sondern auch die drei Fernsehzuschauerinnen auf ihrer Wohnzimmer-Bühne zu Diskussionen anregte: Genauer, zwei kopftuchtragende muslimische Frauen und eine pubertierende Tochter, die am Smartphone klebt. Und ganz wie im richtigen Leben unterschieden sich die Interessen gewaltig: Während die eine der Frauen die gesellschaftspolitischen Fragen fesselten, war die leichte Unterhaltung mehr nach dem Geschmack der Freundin. Es wurde also zwischenzeitlich quer durchs Programm gezappt. Für die verschiedenen Erzählebenen nahmen die Akteure den ganzen Schlachthof in Beschlag: Diskutiert, gestritten, gelacht, geweint, gesungen und getanzt wurde auch auf den Emporen und einer Nebenbühne. Und die insgesamt 31 Akteurinnen und Akteure im Alter zwischen 13 und 27 Jahren nahmen mit ihrem authentischen Gesamtpaket auch das reale Publikum sichtbar und hörbar mit.

„Ganz hin und weg, begeistert und berührt“, war auch Saher Khanaqa-Kükelhahn von der künstlerischen Leistung ihres Ensembles. Die Schwachhauser Psychologin und Theaterpädagogin leitet seit fünf Jahren das Jugendtheaterprojekt „The Next Generation“ und bringt dafür junge Menschen aus der ganzen Stadt zusammen: Diesmal stammten die Akteure aus der Vahr und der Neustadt, aus Gröpelingen, Schwachhausen, Horn und Arsten. Wer die Chronik der „nächsten Generation“ verfolgt hat, wird sich bestimmt noch an die Produktionen „Die 11 Gebote“, die „Sünden des Lebens“, „Scheiter heiter!“ und „Gestern, Heute und Morgen“ erinnern, in denen sich das Ensemble bereits Gedanken über Gott und die Welt gemacht hatte. Auch „Let’s Talk“ ist wieder eine Eigenproduktion, für die sich die Mitwirkenden monatelang als Ganzes oder in Kleingruppen getroffen haben, um gemeinsam „am Stück und am Leben“ zu arbeiten, wie Saher Khanaqa-Kükelhahn sagt. Unterstützt wurden sie dabei auch von den Coaches Swetlana Steding und Bettina Fischer. Ziel des Projektes ist es, junge Leute zusammenzubringen, die beruflich oder auch persönlich Orientierung suchen, erklärt die Projektleiterin. Über die gemeinsame Theaterarbeit sollen sie auf kreative Weise auf dem Weg in ein selbstbewusstes Erwachsensein begleitet werden.

Schaltzentrale des Projektes ist das Bürgerzentrum Neue Vahr. Kooperationspartner sind unter anderem das Mädchenkulturhaus, der Kulturladen Huchting und der Jugendtreff Rotes Haus. Jugendliche, die sich vorstellen können, an der nächsten Produktion mitzuwirken, sind willkommen, sagt die Saher Khanaqa-Kükelhahn. Ein Name ist nämlich bereits gefunden: Er lautet „Masterplan“. Was genau aber im kommenden Jahr auf der Bühne zu sehen sein wird, das entscheiden die jungen Ensemblemitglieder wie üblich ganz allein.

Gestern, Heute, Morgen (13.09.2013)

 

Anke Velten 19.09.2013 (Weser-Kurier)

Gestern, Heute, Morgen“ nennt sich die Produktion, die das Jugendtheater „The Next Generation“ Bremen in der Schlachthof-Kesselhalle aufgeführt hat. 27 Akteure zwischen elf und 29 Jahren haben in dem Stück ihre Gedanken um Herkunft, Zukunftsängste, Träume und Lebensrealität verarbeitet.

 

 

 

 

Das Publikum war begeistert. Auch tänzerische Qualitäten stellte das junge Ensemble. Saher Khanaqa-Kükelhahn platzte vor Stolz und hatte allen Grund dazu: Denn „The Next Generation“ Bremen hat mit Bravour die Eigenproduktion „Gestern, Heute und Morgen“ vor vollem Haus auf der Schlachthof-Bühne uraufgeführt. Nicht nur das Publikum war restlos begeistert. „Mit Abstand das Beste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe“, schwärmte auch die Projektleiterin selbst.

 

Wer die mittlerweile vierjährige Chronik des stadtteilübergreifenden Theaterprojekts verfolgt hat, wird sich bestimmt noch an die Produktionen „Die 11 Gebote“, die „Sünden des Lebens“ und „Scheiter Heiter!“ erinnern, in denen sich das Ensemble Gedanken über Gott und die Welt gemacht hatte. Diesmal ging es um Lebensfragen wie Herkunft und Identität, und um den Einfluss der Vergangenheit auf den Augenblick und die Zukunft.“ Ihr persönliches Schicksals-Gesamtpaket stellten die 27 jungen Menschen im Alter zwischen elf und 29 Jahren auf der Bühne ganz bewusst zur Schau: Sie hatten es in dreidimensionale Foto-collagen gepackt, die als Requisiten dienten. In ihrem Stück sangen und tanzten die Akteure Zweifel, Ängste, Träume und Hoffnungen. „Zeig, wer du bist“, hieß es im Schlüsselsong des Stückes, der mit der ermutigenden Aufforderung endete: „Fang endlich an und leb dein Leben!“

Fast sämtliche der berührenden Texte und Melodien und alle Choreografien waren von den jungen Talenten selbst entwickelt worden. Für Begeisterung sorgte auch die stimmliche, schauspielerische und tänzerische Qualität des professionell gecoachten Ensembles. Die Teilnehmer kamen aus allen Stadtteilen.

 

In ihrem Jugendprojekt, das vom Landesprogramm „Lokales Kapital für Soziale Zwecke“ gefördert wird, versammelt die Psychologin und Theaterpädagogin Saher Khanaqa-Kükelhahn junge Leute aus allen Stadtteilen um sich, die beruflich oder auch persönlich Orientierung suchen, und begleitet sie auf dem Weg in ein selbstbewusstes Erwachsensein: Eine Erfolgsgeschichte, wie die Aufführung bewies – und von der auch die individuellen Biografien der Teilnehmer zeugen, von denen die Projektleiterin berichten kann. Sechs Monate lang hatte sich das Ensemble als Ganzes oder in Kleingruppen getroffen, um gemeinsam „am Stück und am Leben“ zu arbeiten, wie Saher Khanaqa-Kükelhahn sagt. Schaltzentrale des Projektes ist das Bürgerzentrum Neue Vahr e. V. in Kooperation mit einem ganzen Netzwerk an Partnern wie dem Mädchenkulturhaus Bremen, dem Kulturladen Huchting und dem Jugendtreff Rotes Haus.

Scheiter Heiter

 

Das Scheitern als Chance, als Tanzstück, als Lied um Mut zu machen und zu unterhalten. Ein gefördertes Projekt von Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung, swb und der Arbeitnehmerkammer Bremen. Ein Stück von und mit jungen Menschen, die das Scheitern in verschiedenen Lebenslagen nicht als Ende des Lebens sehen. Eine Passage aus dem Stück: „Ich komme als Angst oder als Weigerung oder als Laune oder als Erfahrung. Egal, wie und wo und wann. Es ist ein Scheitern, ein Versagen, aber nicht das Ende!“ Fünf Monate haben sich 17 junge Menschen regelmäßig getroffen und haben Tänze, Szenen und Lieder über das Scheitern entwickelt.

Sünden des Lebens (Mo.: 08.04.2013)

 

Das interreligiöse und interkulturelle Projekt „Stadtplan der Religionen“ wendet sich an Jugendliche, die in kirchlichen Gemeinden, in Moscheen, der Synagoge und anderen religiösen Einrichtungen aktiv sind. Mit ihnen denken wir nach, wie unsere Stadt für alle Menschen heller und menschenfreundlicher gemacht werden kann. Zugleich sollen die Jugendlichen lernen, die eigene Religion besser zu verstehen und andere Religionen und Weltanschauungen zu respektieren.

 

Nach der erfolgreichen Inszenierung und Aufführung der “11 Gebote” im Jahr 2012 ist das Musical „Die Sünden des Lebens“ das zweite Bühnenstück, das Saher Khanaqa-Kükelhahn für den Stadtplan der Religionen auf die Bühne bringt.

 

 

Abermals haben sich viele Jugendliche aus unterschiedlichen Schulen und Stadtteilen engagiert und das, was für sie die Sünden sind, die unsere Welt und die Gesellschaft bedrohen, künstlerisch zum Ausdruck gebracht. Wir bedanken uns bei unserem Kooperationspartner dem Theater Bremen sowie den Institutionen Jugendtreff Rotes Haus, Kulturzentrum Schlachthof e. V., Bremen 1860 e.V. und Integration durch Sport für die gute Zusammenarbeit. Unser besonderer Dank gilt allen Eltern und Familien, die durch ihre Unterstützung der Jugendlichen dieses einzigartige Projekt möglich gemacht haben.

Auftritt am 24.12.2016

 

Erstmals wird sie mitgestaltet vom Bremer Jugendtheaterprojekt “The Next Generation”, das aus hier Geborenen und Geflüchteten besteht, die mit Schauspiel, Musik und Tanz die biblische Weihnachtsgeschichte ausleuchten.“ Sowohl der Prophet Muhammad -Sallallahu ^Alayhi Wa Sallam- als auch Jesus von Nazaret waren Flüchtlinge! Was hat das mit uns heute im Jahre 2016 zu tun? Was ist Weihnachten und warum feiern die einen und die anderen nicht in Deutschland? Dies und viele weitere Fragen stellt sich das junge Mädchen. Ihr Vater versucht ihr es zu erklären…Frage über Frage über Frage. Währenddessen arbeitet der Weihnachtsmann mit Hochdruck für das große Fest mit seinen kleinen Elfen.

 

Auftritt am 24.12.2017

 

„Kompass des Lebens“ so hieß das neue Stück von The next Generation. Wer darf in den Himmel, wer nicht? Was haben Kim-Jong-Un, Putin und Ferdinand von Tühnen damit zu tun? Hochmut, Eifersucht, Geiz, Bitterkeit, Unkeuschheit alles Sünden, aber was ist die größte Sünde? Geleitet wird das Tor zum Himmel von 4 Engeln und natürlich gibt es auch da die Sünden, und das spielen mit den Gefühlen. Ist somit das Leben nach dem Leben nicht schon hinfällig?

Wird es ein Referendum im Himmel geben?

Gefördert werden wir vom Bürgerzentrum Neue Vahr e.V.,
von GEWOBA & AKTION MENSCH